Mittwoch, 13. Februar 2019

BILA HORA Ausstellung - Fotoreport Teil 3
















  Teil 3:
  Nervosität am Morgen ...
  BILA HORA, die Eröffnung.
  Ein entspannter Abend zu fünft.
  WM-Ausnahmezustand Griechenland,
  Großvater Andy,
  Chillen im Bergpark ...
















  23. Juni 2018, 10 Uhr.
  Glühendes Lampenfieber nach dem Aufstehen.
  Eine schräge Mischung aus Vorfreude und Angst vor der
  Vernissage um 15 Uhr.
  Wutt-Ausstellungen gab es schon einige, aber diese steht mir bevor, 
  wie keine jemals zuvor ...
  Die mittlerweile zehnjährige Zusammenarbeit mit Sven Taucke,
  das Interesse meines verstorbenen Vaters an BILA HORA und
  der damit verbundenen Epoche wirken voraus, die Präsentation
  in der Heimatstadt und vor langjährigen Freunden,
  vor meinem Bruder Andy genauso ...
  Die Aufregung ist so stark, dass ich mich fast übergeben muss.
















  Das Kumoppel-Komitee wartet schon auf dem Vorplatz 
  des Museums ...
  Thomas Baumann, Elwood und Max mit Anhang,
  Rainer (Freund seit ewigen Zeiten), Ralf Bühnen und
  Olaf Saddeler, der mit Ingo Borgardts musizieren wird. 
  Es gibt aufmunternde Worte wegen meiner Nervosität,
  aber die machen es nicht unbedingt besser ... Oh my Gosh!















  Ingo und Olaf improvisieren einen musikalischen Klangteppich.
  Die Besucher der Ausstellung werden geerdet, man nimmt Platz,
  meine Anspannung steigt konträr ins nahezu Unermessliche.
  Eine Angestellte des Museums köpft empathisch, inoffiziell
  die erste Sektflasche des Tages in der Museumsküche.
  "Nimm erst mal nen Schluck!" ... Das hilft ein wenig.
















  Auf den Stühlen liegt das Vernissage-Programm aus ...
  "Ungewöhnlich" und "Das hatten wir noch nicht", so Dr. Theißen,
  aber es wird von den Gästen wohlwollend angenommen.

































  Museumsdirektor Dr. Peter Theißen hält die Eröffnungsrede,
  Rainer Höpken filmt den gesamten Ablauf der Vernissage
  (Nachträglich nochmals Danke, Rainer!) ...
















  Ingo und Olaf spielen "O Haupt voll Blut und Wunden" von
  Johann Sebastian Bach (YouTube-Link) und "Welscher Tantz" von
  Hans Neusidler (YouTube-Link). Die verlinkten Stücke wurden
  am 23. Mai 2018, 400 Jahre nach dem Prager Fenstersturz,
  in der Stadtkirche Dinslaken aufgenommen.















  Eyüp Yildiz, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Dinslaken,
  hält die Eröffnungsrede zur Ausstellung ... Lieblingspassage:
  "Zwischen Ulcus, ND-Jugendzentrum, Schule und Stadtpark hat er die
  Jahre durchlebt, die niemand so einfach aus dem Anzug klopft ..." :)
















  BILA HORA-Texter, Kumoppel und langjähriger Partner In Crime 
  Sven Taucke hält ebenfalls, heuschnupfengeplagt, "Ihre Stadt - 
  Ihre Pollen ...", eine Rede, in der er besonders Bruder Andys
  Hilfsbereitschaft und Unterstützung zu BILA HORA und anderen
  Comic- und Illustrationsprojekten würdigt ...
  Danach halte ich eine kurze Dankesrede, im Anschluss spielen
  Ingo und Olaf eine Interpretation von Aphex Twins "Kesson Daslef",
  die mir ein besonderer Wunsch zur Vernissage war.
  Davon gibt es noch keine Aufnahme bei YouTube, die wird aber
  nachgereicht, ebenso hoffentlich bald ein Zusammenschnitt der
  filmischen Dokumentation (Vernissage, Bergfest und Finissage)
  von Rainer Höpken ...
















  Auch in der Skizzen- und Referenzenpräsentation auf der
  Mediakonsole (von Edgar Hellwig programmiert) taucht Andy auf ...
  Als frühe "Charakterstudie" im ersten BILA HORA Skizzenbuch.

















  Frank und Andrea aus Oberhausen sind angekommen,
  und mein Cousin Heiko aus Bochum.
  DIE Gelegenheit, nach 30 Jahren ein Gruppenfoto in gleicher 
  Konstellation zu wiederholen! Siehe Einführung im ersten Teil.
  Foto: A. Welsch





















  Einer von drei Fensterblenden - Drucken in 100 x 100 cm
  dokumentiert die Arbeit an BILA HORA: Meetings mit Sven,
  Referenzen für Licht, Schatten und Farben, Fotos aus Fachliteratur,
  Zeichnertreffen im Atelier (Frappant/Viktoria-Kaserne).

































  Eine Kassenquittung sollte in einer der "Arbeitsplatz" - Vitrinen
  ausgestellt werden, war aber vor dem
  Aufbau verschollen ...
  Kürzlich ist er wieder aufgetaucht.
  Zu einem Ausstellungsvorbereitungstreffen hatten
  Sven und ich im Holstenkiosk Bölkstoff eingekauft.
  Die Endsumme löste Begeisterung aus:
  The Number Of The Beast!
















  Die Vernissage klingt aus.
  Im Hof des Museums wird die eine letzte Sektflasche geköpft.
  Ingo musiziert, Andrea, Frank, Andy und ich chillen,
  Sven bringt seine Frau zum Bahnhof.
  Später, zur blauen Stunde, trifft man sich vor der Gaststätte Maaß
  am Neutorplatz wieder ... Dort herrscht kurz Ausnahmezustand.
  Griechische Fans feiern was das Zeug hält:
  Deutschland siegt gegen Schweden in der letzten Minute
  der Verlängerung.















  Ein sehr schöner, gemütlicher und entspannter Abend
  nach der ganzen Aufregung.

































  Zum Abschluss machen wir eine Sightseeing-Tour durch die Altstadt,
  am Kreisverkehr spiele ich noch mit dem Gedanken, auf das Baugerüst
  des PENNY zu steigen, verwerfe ihn aber rasant.
  Wir verweilen im Stadtpark, dann bringe ich nach Verabschiedung
  von Andy, Andrea und Frank Sven Taucke zu seinem Hotel ...
  Nahe der B8 zeige ihm vorher die düsterste Ecke Dinslakens,
  den Fußweg an der Bahnstrecke bei der Theodor-Körner-Straße.
  Ach nee, das war ja gestern!
  Gute Nacht, ihr Lieben.
















  Sonntag, der 24. Juni.
  Mutters Küche 5:
  Es gibt zum Mittag Gyros, Reis und Salat mit Sahnedressing.















   Am Ledigenheim ein letztes mal BILA HORA für diesen Monat.
  Montag gehts zurück nach Hamburg.

































  Doch das soll es noch nicht gewesen sein.
  Andy nimmt mich mit nach Duisburg.
  Am Donnerstag, den 14. Juni ist er Großvater geworden.
  Im Irmgardishaus besuchen wir seine Tochter Sarah und
  bestaunen den Nachwuchs.
  Großonkel Wittek ... Uff!

































  Den letzten Abend in Dinslaken verbringe ich mit Olaf,
  wir hören seine DER PLAN-Plattensammlung durch ...
  Warum Jochen von Olafs HiFi-Anlage so angetan ist, wird mir erst
  kurz vor Abschied gegen Mitternacht klar, die sieht aus wie Bender!
















  Der gut zweiwöchige Besuch wird mit einem langen Spaziergang
  durch die Innenstadt und dem Fußweg nach Lohberg abgeschlossen,
  im Bergpark lasse ich die Ereignisse der letzten Tage wirken.
















  Montag, der 25. Juni, 1 Uhr 55.
  Ab ins Bett!
















   Mutters Küche 6: 
  Gyros mit Tzaziki, Reis, gelbe Bohnen und zwei Süßkirschen.
















  Am frühen Abend komme ich in Hamburg an ...
  Man sieht sich im Juli zum BILA HORA - Bergfest wieder.

  Fortsetzung folgt ...
  Bilder für große Ansicht bitte anklicken.

Samstag, 24. November 2018

BILA HORA Ausstellung - Fotoreport Teil 2
















  Teil 2:
  KSL-Finale und BILA HORA-Ausstellungsaufbau ...
  Fußball-WM und Familienbesuch.
  Kolorierungs-Nachtschichten bei Ingo.
  Premiere: Sven Taucke besucht Dinslaken.
  KREFTICH-Konzert in der Kutscherstube ...
















  Donnerstagabend, der 14. Juni.
  Zur blauen Stunde ruhen die Instrumente.
  Wir lassen im Garten des Haus des Handwerks ausklingen.
















  Freitag, der 15. Juni.
  Das Ausstellungsmotiv hängt nun prominent als
  4 x 4 Meter - Großdruck am Museum Voswinckelshof.
  Von der Straßenbahnlinie aus gut sichtbar.

































  Alle Exponate sind vor Ort.
  Zeichenmaterial, Originalseiten, Ausdrucke, Skizzenbücher, Referenzfotos.
















  Die Helfer des Museums, Günter Schüller und Peter Peschuta
  hebeln die Glasabdeckungen für die Bestückung der Vitrinen aus.















  Einige von Dr. Theißen besorgte Requisiten liegen für die
  große Standvitrine aus:
  Eine Arkebuse ...

































  ... und ein Spanischer Helm.

































  Die Großdrucke sind als erste Exponate angebracht. Triumph!
















  Samstag, der 16. Juni.
  Über dem Voswinckelshof kreischt bilahorig die Krähe ...
















  Das Museum im Nacken, eile ich zum Haus des Handwerks,
  jenes liegt nur wenige Meter entfernt ...
  Dort wird heute der KSL-Kunstpreis 2018 verliehen!

  Ausgezeichnet werden Martin Piekarski von "Escape Stuff"
  mit dem "Herrn Lehmann" für besonders sympathisches Engagement
  und Xing Fen mit dem "KSL-Kurzfilmpreis" (per Zuschauervoting)
  für seine Dokumentation über den "World Naked Bike Ride".
















  Der KSL-Kunstpreis 2018 geht an Lisa Scheidung.
  Ihre Ausstellung "The faces of truth" zeigt Reaktionen von Menschen,
  die sich Videos von Massentierhaltungen und Schlachtungen
  angesehen haben.

































  Andy und ich sehen uns in Ruhe die Ausstellungen im Haus
  des Handwerks an, morgen ist der letzte KSL-Tag und der wird
  für uns wahrscheinlich zu knapp zur Besichtigung.
  Auf unserem Gang: Wiederentdeckung eines Wutt-GRAF i t i
  von 2017 im Dachgeschoss des Hauses.

































  Der 2017 auf der KSL vielbeachtete Denis Klatt (Hifi/Hifione) arbeitet
  noch spät in der Nacht in seinem Raum.
















  Sonntag, der 17. Juni.
  Peters Geburtstag ...
  Mein Geschenk: eine Originalzeichnung aus den 1980ern vom
  Music Circus Ruhr.
  Die war Eröffnungspanel eines Werbecomics für das Oberhausener
  Discozelt, der Comic ist aber letztendlich nie fertig geworden.
  Einzelne Bilder daraus wurden für MCR-Anzeigen im PRINZ
  RUHRGEBIET genutzt.

















  Mutters Küche 2:
  Es gibt Salzkartoffeln mit Gulasch und Blumenkohl.
















  Noch ist die Laune gut.
  Karsten und Jana haben Ingo, Andy und mich zum WM-
  Fussballkucken eingeladen.
  Am Spätnachmittag spielt Deutschland gegen Mexico.
















  Ein einziges Fiasko.
  Deutschland verliert unmotiviert, schon lange vor dem Finale.
  So richtig Bock auf Party haben unsere Gastgeber nicht mehr.

































  Ein bisschen Spaß muss sein ...
  Jana verstaut mit ihrem Sohn die kürzlich ersteigerte Blaue Ameise,
  für die KSL gestaltet von Rainer Höpken (s. Teil 1).















  Montag, 18. Juni.
  11 Uhr.
  Im Museum Voswinckelshof wird vehement geräumt,
  gehängt, gekruschtelt, sortiert, platziert.
  Die lokale Presse will natürlich auch was davon haben ...
  Heiko Kempken von der NRZ fotografiert, was das Zeug hält,
  wenige Tage später ist der Teaser zur Ausstellung online.















  Das Bergfest der Aufbauarbeiten ist soweit erreicht.
  Ich fühle mich geschuppt und geglättet, aber total entspannt.
  Das meiste ist geschafft.
  Vor der musikalischen Generalprobe mit Ingo und Olaf in
  der Duisburger gegen 19 Uhr bleibt eine gute Stunde
  mit den Enten am Burgteich.
  Hefeweizen-Brotzeit.
















  Hinterm Rücken prangt derweil Kunst auf Bretterwand.
  In den letzten Tagen haben diverse Graffitos für KSL-Geschäftsführer
  Benny Perdighe auf dem Bauzaun der Kathrin Türks-Halle ein
  Denkmal in Blattgold und Sprühfarbe errichtet.
















  Ja, doch!
  Die Stadthalle wird tatsächlich aufgehübscht.

































  Auf zur Generalprobe!
  Unweit der Alten Apotheke lausche ich leicht angetüddelt
  Ingos und Olafs Interpretationen von Bach, Neusidler
  und Aphex Twin.

































  Die Vorfreude auf die Vernissage der BILA HORA-Ausstellung wächst.
  Die kann echt schön werden.
  Im Laufe des Abends entstehen einige interessante Tonaufnahmen,
  ich selbst bin nicht ganz untätig.
  Eine CD zum ersten BILA HORA-Comicalbum "Die Hexenkinder"
  ist eh in Planung, mal schauen, was man dafür verwenden kann.















  Zugabe: es wurde noch gekocht.
  It was versalzen, but lecker! Merci beaucoup, Monsieur Saddeler!
  Jan Svankmajer hat uns beim dinieren zugeschaut ...

















  Apropos.
  Mutters Küche 3:
  Gulasch an Kartoffelknödel mit Gurkensalat (Dilldressing),
  als Beilage ein Süßkirschling inkl. Stiel ...
  Doch ich greife vorweg!
  Nach dem Gelage mit Olaf und Ingo gehts heim,
  in Richtung Andy ("Ein Bruder ist ein Bruder") und
  Bergpark Lohberg.

  Fast daheim, an der Kreuzung Hünxer/Augustastraße.
  Ein Foto machen vom Pfannkuchenhaus.
  Heimat meines älteren Bruders Peter.
  Weil es so schön von der Ampel angeleuchtet wird,
  gehe ich für eine Reihenaufnahme in die Knie.

  Prompt taucht Grün/Weiss bzw. Silber/Blau Dinslaken auf.















  Kurzer Dialog zwischen Polizei-Jungschnösel und Wutt:

  "Was machen Sie hier!?"
  "Fotografieren, wieso? Spricht etwas dagegen?"
  "Äh ja. So mitten an der Kreuzung! Das bedeutet Gefahr!"
  "Sie meinen AUF der Kreuzung?"
  "Ja."
  "Ich bin aber nicht AUF, sondern AN der Kreuzung."
  "Äh ja."
  "Sehen Sie dabei ein Verkehrsrisiko?"
  "Äh nein."
  "Gut. Dann mach ich mal weiter, ne?"
  " ... "
  "Tja dann. Einen schönen Abend noch!"
  " ... "
 
  (Düsen wortlos ab)
















  Nur noch wenige Meter.
  Dann schlafen.
















  Dienstag, 19. Juni.
  8 Uhr 45 im Museum Voswinckelshof. Leidliche Aufgabe ...
  Kostenschätzung der Exponate für die Versicherung abliefern.
  Und Vitrinen bepflastern, nahezu final,
  das dauert aber etwas, bis in den frühen Abend hinein.
  Anschliessend wieder aufbrechen, muss zu Ingo Borgardts ...

































  Es ist total unhöflich, nach knapper Begrüßung unvermittelt aufs Klo
  zu stürmen, aber die Blase, die Blase ...
  Ich sage überrascht ein zweites mal "Guten Abend, der Herr!".
  Im Hause Borgardts fühlt man sich auf Anhieb wohl.
















  Hier ist´s ein einvernehmliches  Nehmen und Geben.
  Man lauscht, redet, zeigt und kuckt.
  Sind uns einig, die Tonaufnahmen der Proben bei Olaf klingen gut.
  Ingo löst ein herbes Problem und stellt bereitwillig seinen Zweit-Mac
  zur Verfügung, damit ich bei ihm für die Ausstellung noch Panelrahmen,
  Sprechblasen, Lettering malen und zusätzlich kolorieren kann ...
  Dazu später mehr.















  2 Uhr 48.
  Unter der Vintage-Schlafzimmerlampe wird mein Bett hergerichtet.
  Entspannter Tiefschlaf. Träume: leider vergessen.
















  Mittwoch, 20. Juni, 13 Uhr.
  Leicht angeschädelt via B8 zum Altmarkt über fucking Innenstadt
  (zwecks unsinniger Bilder) die Hünxer in Richtung Lohberg
  gemächlich herunterspazieren.
  Am Diamant, rund 36 Stunden nach der Bullen-Begegnung
  wird ein Erinnerungsfoto gemacht!
  Heute ist Familientag.

































  Fußball im Wohnzimmer.















  Und Referenz studieren ...
  Richard Corben (meine DB-Reiselektüre), eine einzige Pracht in
  Farbe und Form.
  Eine wunderbare Nachmittagsaufgabe!

















  Noch eine Ankündigung der BILA HORA - Ausstellung,
  im Niederrhein Anzeiger.
















  Am Abend steht eine weitere Probe mit Ingo und Olaf an,
  auf dem Weg dorthin, direkt beim Museum Voswinckelshof
  willkommene Referenz ...
  Die untergehende Sonne wirft ein letztes Licht auf die
  Dinslakener Altstadt.
















  Von der Probe gleich weiter, wir fahren zu Ingo.
  Kolorierungssession, die Nachtschicht beginnt um 0 Uhr ...

  Donnerstag, 21. Juni 2018.
  Das Büro hat heute länger offen ... Zwei, drei BILA HORA-Seiten
  müssen koloriert werden, dazu kommen Reinzeichnungen für
  Panelrahmen, Sprechblasen und Handlettering.
  Ein etwas ungewohntes, anderes Arbeiten als daheim im Atelier ...
















  Die Borgardts´sche Wohnatmosphäre bietet nicht nur
  akustische Anregung, zum Beispiel sei Jeremy de Tolly genannt,
  ein Komponist, der mir bis zu diesem Abend unbekannt war,
  sondern auch die perfekte Farbtemperatur für die Kolorierung
  der Wirtshaus-Sequenz zum Ende des Albums.
















  Endspurt gegen 4 Uhr.
  Draussen bricht die blaue Stunde an,
  drinnen wird noch schnell die Druckvorlage des Programms
  zur Vernissage zusammengefrickelt ...
  Jochens kleiner Bruder Jörg schaut zu!
















  10 Uhr 13.
  Nicht so richtig renaturiert, aber trotzdem entspannt;
  das Fundament der Ausstellung steht ...
  An diesem Morgen bin ich der festen Überzeugung,
  dass dem Himmel über´m Voswinckelshof in Dinslaken eine total
  andere Optik innewohnt, als dem in Hamburg, München
  oder Fucking Berlin.

































  An der Front des Museums lungert noch das Banner
  der 5 JAHRE KSL-Ausstellung.
  Innendrin hängt und liegt die Arbeit meiner letzten 10 Jahre.
  Die Zeit, die Zeit ...















  Die BILA HORA-Ausstellung im ersten Stock.
  Aufregend, nach den Aufbauarbeiten der vergangenen
  10 Tage den großen Raum zu betreten ...
  Nahezu alles ist fertig.
  Die Museumshelfer Günter Schüller und Peter Peschuta
  haben so einiges gewuppt, das war, gelinde gesagt, eine
  wirklich tolle Zusammenarbeit!
  Museumsdirektor Dr. Peter Theißen ebenfalls vehement
  mit Herzblut dabei, seine Mitarbeiterinnen, die Damen
  von Büro und Kasse, waren immer hilfsbereit, sofort da,
  wenn irgendetwas - Papier, Kopien, Schneidemaschine,
  Informationen - benötigt wurde.















  Links, vor den Durchgängen zum roten Raum wird eine
  Comicstudio-Atmosphäre vermittelt.
  Andy hat, mit mir als Beifahrer, die Ateliermöbel von
  Hamburg nach Dinslaken transportiert.
















  Die geliebte Arbeitsplanke,
  ein Architekten-Zeichentisch aus dem Pinneberger Rathaus.
  Handfestes 1960er Jahre Mobiliar, überlassen von Christines
  Vater Gerhard.
  Er hat den dazugehörigen Leuchttisch gebaut.















  In den Vitrinen: erste Skizzen,
  Vorstudien, Referenzmaterial, Zeichenwerkzeug.
















  Der Red Room.
  Ausstellungsbesucher werden dort direkt, blockiert durch
  die Arbeitsplanke, hineingeleitet ...
  Die erste Station von "BILA HORA - Ein Comic über den
  Beginn des Dreissigjährigen Krieges entsteht" zeigt frühe
  Zusammenarbeiten der "Brothers in Crime" Taucke und Wittek,
  das Textskript mit Notizen, die typographische Entwicklung
  des BILA HORA-Logos, frühe Seitenskribbles und Abbildungen
  der Protagonisten des Comics mit Erläuterungen,
  wie und warum sie derart umgesetzt sind.
















  Im Vitrinen-Spalier wird exemplarisch der Comic erzählt.
  Nicht komplett; erste Seitenlayouts, Skizzen, Vorzeichnungen,
  Clean Ups, Reinzeichnungen, Kolorierungen und Handlettering
  verdeutlichen trotzdem den Inhalt der Geschichte und den Prozess,
  wie ein Comic entsteht ...















  Freitag, der 22. Juni.
  Letztes abchecken, klären, rund machen.

  Am Morgen lässt mich Ingo in seine Wohnung und an
  seinen Rechner, bevor er zur Arbeit muss ... <3
  Panelrahmen, Sprechblasen und Handlettering für die
  Wirtshaus-Sequenz müssen gezeichnet und gescannt werden.
  Harter Fight mit seinen Photoshop-Einstellungen.
  Aber: alles gut, die letzte von vielen Dateien
  geht zum Ausdruck an Doc Theißen.
















  Und wieder im Museum.
  Letzte Vitrinenbestückung, Endabnahme, sozusagen.
  Überraschung: Edgar Hellwig taucht unvermittelt, kurz
  vor Vernissage, pufft bzw. materialisiert sozusagen auf ...
  Zur finalen Freude programmiert er die Medienstation.
  Die animierte Bilddokumentation mit Skizzenbuchscans und
  Referenzbildern läuft ... Yes, yes, yes!
















  Auf dem Handy Nachrichten von Sven Taucke ...
  Er sitzt berichtend, vorfreudig, in der Bahn:
  Ankunft kurz nach 14 Uhr in Dinslaken.
  Großes Willkommens - Hallo, er ist zum ersten mal in der Stadt.
















  Andy und ich bringen Sven nach Begehung der Ausstellung
  zu seinem Hotel, anschliessend, vor langem Abendprogramm
  gehts zur Stärkung nach Lohberg ...
  Mutters Küche 4:
  Nudelsuppe mit Wiener Würstchen.

















  Am frühen Abend mache ich mich wieder auf in die Innenstadt.
  Unterwegs: Besichtigung der liebsten Bauwerke Dinslakens.


































  Das blaue Haus, nahe dem Burgtheater.
  Falls ich mal in Erwägung ziehen sollte, in die Heimatstadt zurück-
  zuziehen, würde ich dort gern wohnen.
  Bitte sagt Bescheid, falls was frei wird!

































  Treff mit Freund und Bila Hora - Texter Taucke.
  Wir werfen noch einen Blick von aussen in das KSL - Haus
  des Handwerks, dann schnell zum Ententeich am Burgtheater ...
















  Dort sind wir mit Ingo verabredet.
  Nach kurzem relaxen weiter, ...
















  ... in die Kneipe am Altmarkt.
  Olaf Saddeler ist dazu gestoßen, auf Anhieb sind sich die Herren
  sympathisch. Brüder im Geiste.

































  Später, zur blauen Stunde.
  Sehr Bila Hora prangt die Evangelische Stadtkirche in  der
  Duisburger Straße.

































  Harter Kontrast direkt gegenüber:
  Der Späti, dort holen wir Bier ein, denn zum Abschluss
  des Abends haben wir noch etwas besonderes vor.

































  In der Kutscherstube spielen KREFTICH auf,
  mit einer Re-Release ihrer neuen Platte "Niemals Stumm".
  Sven ist sehr angetan (er hat die Band bisher noch nie gehört)
  und wir stehen fast das ganze, gut zweieinhalbstündige
  Programm durch, obwohl wir morgen sehr fit für die Eröffnung 
  der Ausstellung sein müssen!















  Soundtrack zum Animated Gif: KREFTICH - Gegenwind

  So gegen 23 Uhr etwa seilen wir uns ab,
  ich bringe Sven noch in Richtung Hotel an der B8
  und laufe über die Augustastraße zu Andy nach Lohberg.
  Morgen ist ein großer Tag, die BILA HORA-Vernissage
  beginnt um 15 Uhr ...
  Noch 15 Stunden, Kumoppel!

  Fortsetzung folgt ...
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